Zum Inhalt springen
Finanzhaus Südbaden

Unwetter und Naturgefahren in Südbaden: die belegten Zahlen

Mario Gebien 14 Minuten Lesezeit

Diesen Beitrag teilen
Einfamilienhaus mit dunklem Satteldach, Terrasse und Carport, davor ein Wasserbecken im Garten

Unwetter und Naturgefahren in Südbaden lassen sich nur zum Teil mit amtlichen Zahlen beschreiben. Dieser Text nennt die Zahlen, die sich belegen lassen. Zu den Zahlen stehen das Jahr, die Quelle und der Raum, für den sie gelten.

Ehrlich vorweg: Die Zahlen sind Landeszahlen für Baden-Württemberg, Bundeswerte oder gelten für Freiburg. Eine Karte für deinen eigenen Ort ersetzen sie nicht. Nur die Wohngebäudezahlen gelten durchgehend für die Stadt Freiburg und die drei Landkreise. Zu Unwetterschäden liegt uns für die drei Landkreise kein einzelner Kreiswert vor.

Wie viele Wohngebäude es in der Region gibt

Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg zählt zum 31.12.2024 in der Region Südlicher Oberrhein 231.764 Wohngebäude. Zur Region gehören die Stadt Freiburg, die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen sowie der Ortenaukreis. Nach dem Statistischen Landesamt verteilen sich die Wohngebäude so auf die vier Teile:

  • Stadt Freiburg: 27.061 Wohngebäude
  • Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald: 61.639 Wohngebäude
  • Landkreis Emmendingen: 38.381 Wohngebäude
  • Ortenaukreis: 104.683 Wohngebäude

Das Statistische Landesamt weist zum selben Stichtag für die Region außerdem 534.982 Wohnungen in Wohngebäuden aus. Wohnst du zur Miete, geht dich das Thema trotzdem an.

Auf welchen Wegen Wasser ins Haus kommt

Das Hochwasserportal des Landes Baden-Württemberg nennt vier Fälle, in denen Wasser ins Gebäude kommt. Es nennt eindringendes Wasser, Auftrieb durch Grundwasser, eindringendes Grundwasser und Rückstau aus dem Kanalnetz. Beim Auftrieb drückt Grundwasser von unten gegen das Gebäude. Zu jedem Weg nennt es Gegenmaßnahmen, die du weiter unten findest.

Besonders betroffen sein können laut Hochwasserportal Wohngebäude in einer Geländesenke, an einer abschüssigen Straße oder unterhalb eines Hanges. Auch ein trockenes Flussbett oder ein Bach in unmittelbarer Nähe kann ein Hinweis auf eine Gefährdung durch Starkregenüberflutung sein. Dasselbe gilt für Schadensberichte aus deiner Nachbarschaft.

Die Stadt Freiburg unterscheidet fünf Wege, auf denen Wasser ins Gebäude kommt. Der erste ist Grundhochwasser, also aufstauendes Grund- oder Schichtenwasser bei Hanglagen. Dazu kommen Fluss-Hochwasser, Starkregenabflüsse, Rückstau aus dem Kanal und Sickerwasser. Das ist eine andere Einteilung als die des Hochwasserportals. Welcher Weg bei dir zählt, hängt von Lage und Gebäude ab.

In stark versiegelten Gebieten nimmt der Boden kaum Wasser auf. Laut Stadt Freiburg können in solchen Gebieten, etwa im Freiburger Stadtgebiet, Überflutungen von wenigen Zentimetern fast flächendeckend auftreten. In Hanglagen der Stadt können außerdem Sturzfluten auftreten, die Treibgut und abgetragenes Material mitführen. Die Vorwarnzeit ist bei Starkregen nach Angaben der Stadt „sehr kurz oder gar nicht vorhanden“.

Was Starkregen hier konkret heißt

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Starkregen in drei Stufen. Der DWD nennt die Schwellen in Litern pro Quadratmeter (l/m²):

  • Markante Wetterwarnung: 15 bis 25 l/m² in einer Stunde oder 20 bis 35 l/m² in sechs Stunden.
  • Unwetterwarnung: mehr als 25 bis 40 l/m² in einer Stunde oder mehr als 35 bis 60 l/m² in sechs Stunden.
  • Warnung vor extremem Unwetter: mehr als 40 l/m² in einer Stunde oder mehr als 60 l/m² in sechs Stunden.

Die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) hat 2016 einen Leitfaden zum Starkregenrisikomanagement herausgegeben. Er richtet sich in erster Linie an die Ingenieurpraxis und an kommunale Einrichtungen. Für Gebäude ist laut Leitfaden vor allem das schnelle Volllaufen von Mulden oder Untergeschossen wie Kellern und Tiefgaragen eine Hauptgefahr. Eine weitere Gefahrenquelle sind die teilweise sehr hohen Fließgeschwindigkeiten, die dynamische Druck- und Zugkräfte auf Gebäude erhöhen.

Der Ortenaukreis beschreibt auf seiner Seite zum Hochwasserschutz, wie Starkregen in seiner Region wirkt. Plötzlich auftretende Starkregen in steilen Schwarzwaldtälern fließen größtenteils oberflächlich ab und bahnen sich als Sturzflut ihren Weg durch Siedlungsgebiete. In der Rheinebene versickern ausgiebige Niederschläge bei hohen Grundwasserständen nicht vor Ort, sondern überfluten landwirtschaftliche Flächen.

Was die Freiburger Starkregenkarten zeigen

Die Stadt Freiburg hat Starkregengefahrenkarten für ihr 155 Quadratkilometer großes Stadtgebiet. Die Karten sind grundstücksscharf, zeigen also die Lage einzelner Grundstücke. Sie zeigen, wie tief das Wasser steht und wie schnell es fließt. Fließwege erscheinen erst ab einer Fließtiefe von 5 Zentimetern.

Die Stadt berechnet die Karten mit einem rasterbasierten Modell mit einer Auflösung von 0,5 Metern. Die Stadt Freiburg rechnet dabei mit drei Szenarien für Starkregen:

  • Selten: 40 Millimeter Regen in einer Stunde, statistisch einmal in etwa 30 Jahren.
  • Außergewöhnlich: 49,7 Millimeter Regen in einer Stunde, statistisch einmal in etwa 100 Jahren.
  • Extrem: 128 Millimeter Regen in einer Stunde, ein einheitlicher Wert für Baden-Württemberg.

Ein Millimeter Regen entspricht einem Liter pro Quadratmeter. Nach den DWD-Schwellen liegt das seltene Szenario mit 40 Millimetern Regen in einer Stunde an der oberen Grenze der Unwetterwarnung. Das außergewöhnliche Szenario mit 49,7 Millimetern und das extreme Szenario liegen über der DWD-Schwelle für die Warnung vor extremem Unwetter.

Die Jahresangaben sind statistische Werte, kein Fahrplan. Die Stadt weist darauf hin, dass die Karten „einen ersten Anhaltspunkt“ bieten, eine eigenständige Überprüfung aber „zwingend notwendig“ sei. Laut Stadt sind das Kanalnetz und die Freiburger Bächle in den Karten bewusst nicht berücksichtigt. Gewässer mit eigener Hochwassergefahrenkarte gehören in der Regel nicht zur Starkregenkarte.

Wie oft es in Baden-Württemberg schadet

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) weist im Datenservice zum Naturgefahrenreport 2026 Schadenzahlen je Bundesland aus. Bundesweit beziffert er die Naturgefahrenschäden 2025 in der Sach- und Kfz-Versicherung auf 2,0 Milliarden Euro. Für Baden-Württemberg nennt er 2025 in der Sachversicherung 60.000 Sturm- und Hagelschäden und 15.000 Elementarschäden, etwa durch Überschwemmung. Der Schadenaufwand lag 2025 bei 200 Millionen Euro für Sturm und Hagel und bei 88 Millionen Euro für Elementarschäden. Der Schadendurchschnitt lag 2025 bei 3.300 Euro für Sturm und Hagel und bei 5.800 Euro für Elementarschäden.

Die Schadenhäufigkeit, also das Verhältnis der Schäden zum versicherten Bestand, rechnet der GDV in der Tabelle zur Sachversicherung in Promille. 2025 lag sie in Baden-Württemberg bei 10,3 Promille für Sturm und Hagel und bei 3,5 Promille für Elementarschäden. In seinen Zeitreihen für Wohngebäude rechnet er dagegen in Prozent. Vergleich die Werte beider Tabellen deshalb nicht miteinander.

Für Wohngebäude in Baden-Württemberg weist der GDV Zeitreihen von 2015 bis 2024 aus. Für das Jahr 2024 nennt der GDV diese Werte:

  • Starkregen: 2024 lag die Schadenhäufigkeit bei 0,7 Prozent, der Schadendurchschnitt bei 14.918 Euro.
  • Elementarschäden: 2024 lag die Schadenhäufigkeit bei 0,8 Prozent, der Schadendurchschnitt bei 20.640 Euro.
  • Sturm und Hagel: 2024 lag die Schadenhäufigkeit bei 2,1 Prozent, der Schadendurchschnitt bei 3.603 Euro.

Dieselben Reihen zeigen, wie stark die Werte von Jahr zu Jahr schwanken. Laut GDV lag die Schadenhäufigkeit bei Starkregen an Wohngebäuden in Baden-Württemberg 2021 bei 1,1 Prozent und 2023 bei 0,2 Prozent. 2021 war zugleich der Höchstwert der Reihe 2015 bis 2024. Der Schadendurchschnitt durch Starkregen lag 2023 bei 6.681 Euro und 2024 bei 14.918 Euro.

Der DWD weist außerdem die Zahl der Tage mit mindestens 20 Millimetern Niederschlag als Mittel für Baden-Württemberg aus. Im Mittel waren es 9,89 Tage im Jahr 2024 und 7,13 Tage im Jahr 2025. Seit 1951 lag das Maximum bei 12,86 Tagen im Jahr 2002 und das Minimum bei 4,70 Tagen im Jahr 2003. Die beiden Extremwerte liegen direkt hintereinander.

Laut GDV lag die Schadenhäufigkeit bei Elementarschäden an Wohngebäuden in Baden-Württemberg 2021 bei 1,2 Prozent und 2023 bei 0,3 Prozent. Der Schadendurchschnitt bei Elementarschäden an Wohngebäuden lag 2023 bei 5.998 Euro und 2024 bei 20.640 Euro. 2024 und 2025 lag in Baden-Württemberg der Schadendurchschnitt bei Elementarschäden jeweils über dem bei Sturm und Hagel. Ein einzelnes Jahr taugt deshalb nicht als Maßstab für dein Haus.

Was für Freiburg gilt

Für das Unwetter vom 20. bis 30. August 2023 nennt der GDV den Stadtkreis Freiburg als am stärksten betroffen. Für Freiburg nennt er bei den Elementarschäden dieses Ereignisses 2023 eine Schadenhäufigkeit von 2,9 Prozent. Der Schadendurchschnitt betrug in Freiburg 7.933 Euro. Das sind Werte für ein einzelnes Ereignis, keine Jahreshäufigkeit.

Die Starkregengefährdungskarte des GDV für Freiburg trägt den Stand 2021. Sie ordnet 30.060 Adressen in drei Klassen der Gefährdung ein. Nach dem Kartenstand 2021 liegen 13,8 Prozent der Adressen in der Klasse mit hoher Gefährdung. Gemeint sind laut GDV Gebäude im Tal oder in der Nähe eines Bachs. Für 2021 gilt: 79,3 Prozent der Adressen liegen in der mittleren, 6,9 Prozent in der geringeren Klasse.

Die Stadt Freiburg erklärt die Karten auf ihrer Seite zur Starkregenvorsorge. Dazu gibt es eine Interpretationshilfe, die beschreibt, wie du die Karten liest. Freiburger Geodaten findest du im Geoportal FreiGIS. Wer an einem Gewässer wohnt, sollte beide Karten ansehen: die Starkregenkarte und die Hochwassergefahrenkarte. Ob dein Vertrag zu deiner Lage passt, besprichst du mit uns als Versicherungsmakler für Freiburg.

Wo du die Karten für deinen Ort findest

Nach dem Hochwasserportal des Landes zeigen die Hochwassergefahrenkarten vier Szenarien. Sie heißen HQ 10, HQ 50, HQ 100 und HQ extrem. HQ steht für den Hochwasserabfluss, die Zahl für die statistische Wiederkehr in Jahren. Dargestellt sind Überflutungsflächen, Wassertiefen, eingestaute Brücken, Schutzeinrichtungen und geschützte Bereiche. Die Regierungspräsidien erstellen die Karten als Flussgebietsbehörden und schreiben sie fortlaufend fort.

Die Karten stehen der Öffentlichkeit laut Hochwasserportal im interaktiven Dienst Umwelt-Daten und -Karten Online (UDO) zur Verfügung. Ein Klick in die Karte liefert laut Portal unter anderem genaue Informationen zur Wassertiefe am gewählten Punkt. Das kann nach dem Portal auch das eigene Haus sein. Laut Portal helfen die Karten auch Anwohnern bei der Verhaltensvorsorge und der Bauvorsorge. Dazu nennt es hochwasserangepasstes Bauen und Objektschutz wie das Abdichten von Türen und Fenstern.

Nach der Serviceseite des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald kannst du die Hochwassergefahrenkarten kostenfrei bei Gemeinden, unteren Wasserbehörden und im Internet einsehen. Die Serviceseite zeigt selbst keine Karte, sondern verweist auf Kartendienste. Diese Seiten haben wir am 09.10.2026 geprüft:

Für die drei Landkreise können wir keine Starkregengefahrenkarte verlinken. Keine der genannten Kreisseiten nennt eine Gemeinde mit Starkregengefahrenkarte. Frag deshalb bei deiner Gemeinde, ob eine Starkregengefahrenkarte vorliegt. Dieselbe Frage gilt für Flüsse und Bäche mit eigener Hochwassergefahrenkarte.

Was die Zahlen für Wohngebäude und Hausrat bedeuten

Das Hochwasserportal des Landes schreibt, Schäden durch Hochwasser und Starkregen seien nicht automatisch in der Wohngebäude-, Hausrat- oder Haftpflichtversicherung enthalten. Es rät, darauf zu achten, dass witterungsbedingte Schäden und Schäden durch ausufernde Gewässer mitversichert sind. Diesen Schutz gibt es laut Portal zumeist als optionalen Zusatzbaustein, die erweiterte Naturgefahren- oder Elementarschadenversicherung.

Der GDV schätzt die Versicherungsdichte beim Elementarschutz von Wohngebäuden für 2025 auf 94 Prozent in Baden-Württemberg und 59 Prozent bundesweit. Bezugsgröße sind laut GDV jeweils die Wohngebäude-Feuerverträge, nicht die Haushalte. In Baden-Württemberg lag der Wert von 2013 bis 2025 bei 94 Prozent, nur 2020 und 2023 bei 93 Prozent. Bundesweit stand er 2013 bei 35 Prozent und 2025 vorläufig bei 59 Prozent.

Laut GDV ist der hohe Wert in Baden-Württemberg historisch bedingt. Bis zum Jahr 1993 bestand dort eine Versicherungspflicht gegen Elementarschäden. Eine hohe Quote im Land sagt nichts über deinen eigenen Vertrag.

Bundesweit sind laut GDV bis 2025 10,6 Millionen Wohngebäude gegen Überschwemmung durch Starkregen und Hochwasser sowie Elementargefahren versichert. Bundesweit nennt der GDV für 2025 vorläufig eine Volldeckung gegen Elementargefahren von 59 Prozent bei Wohngebäuden und 43 Prozent beim Hausrat. Mit reinen Starkregenverträgen sind es für 2025 vorläufig 62 Prozent bei Wohngebäuden und 45 Prozent beim Hausrat.

Eine eigene Hausrat-Zahl für Baden-Württemberg haben wir nicht gefunden. Die 94 Prozent von 2025 gelten laut GDV-Definition nur für Wohngebäude, nicht für den Hausrat. Ob dein Hausrat gegen Elementarschäden versichert ist, steht allein in deinem Vertrag.

Was der Elementarbaustein abdeckt, erklärt unser Beitrag zur Elementarschadenversicherung. Wie eine Gebäudepolice aufgebaut ist, zeigt unsere Seite zur Wohngebäudeversicherung. Für deinen Hausrat gibt es die Seite zur Hausratversicherung.

Was das Gesetz verlangt und was du tun kannst

Das Wasserhaushaltsgesetz verlangt von jeder Person, die durch Hochwasser betroffen sein kann, geeignete Vorsorgemaßnahmen im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren. Sie sollen vor nachteiligen Hochwasserfolgen schützen und den Schaden mindern.

Nach dem Leitfaden der LUBW liegt die grundstücksbezogene Risikoanalyse für private und gewerbliche Objekte bei den Betreibern oder Eigentümern. Gemeint ist die Einschätzung, wie stark Starkregen dein Grundstück treffen kann. Die Risikoanalyse für öffentliche Belange und die öffentliche Infrastruktur liegt dagegen bei den Kommunen.

Beim Objektschutz, also bei Schutzmaßnahmen am Gebäude selbst, unterscheidet der Leitfaden der LUBW drei gestaffelte Schutzziele. Sie lauten:

  • Fernhalten: Wasser fernhalten oder ableiten.
  • Eintritt verhindern: Wassereintritt verhindern.
  • Schäden mindern: Schäden minimieren.

Wegen der häufig nur geringen Reaktionszeit bei Starkregen sind laut Leitfaden vor allem permanente Hochwasserschutzsysteme geeignet. Auch das Hochwasserportal des Landes hält permanente Schutzsysteme für sinnvoller, weil Vorwarnzeiten bei Starkregen sehr kurz ausfallen.

Das Hochwasserportal des Landes ordnet jedem Eintrittsweg Gegenmaßnahmen zu. Es nennt diese:

  • Eindringendes Wasser: Abdichtung, druckdichte Türen und Fenster sowie hochwasserbeständige Lichtschächte.
  • Auftrieb durch Grundwasser: Notflutung als Gegengewicht, wofür das Portal einen Fachplaner nötig nennt.
  • Eindringendes Grundwasser: eine schwarze oder weiße Wanne.
  • Rückstau aus dem Kanalnetz: Je nach Bedarf sollte dein Keller über Rückstauklappen, Absperrschieber oder Abwasserhebeanlagen verfügen.

Lässt sich Wassereintritt nicht vermeiden, nennt der Leitfaden der LUBW Fragen zur Prüfung. Das sind diese:

  • Betroffene Objekte: Welche Objekte und Einrichtungen werden bei Wassereintritt betroffen?
  • Schadenspotenzial: Welche Objekte erfordern wegen ihres hohen Schadenspotenzials gesonderte Absicherungen, zum Beispiel Heiz- und Tankanlagen?
  • Anpassung: Wie lässt sich das Schadenspotenzial senken, etwa durch Ersatz einer Ölheizung durch eine Gastherme?

Wie das aussieht, hängt von deiner Lage ab. Drei Situationen zeigen, was das heißen kann:

  • Hanglage in Freiburg: Die Stadt Freiburg nennt Sturzfluten in ihren Hanglagen. Sieh in der Starkregenkarte nach, wie dein Grundstück liegt.
  • Mietwohnung im Ortenaukreis: Prüfe, ob dein Hausrat gegen Elementarschäden versichert ist. Das steht allein in deinem Vertrag.
  • Haus am Bach in Emmendingen: Frag bei deiner Gemeinde nach Starkregen- und Hochwassergefahrenkarten. Kläre außerdem, wie dein Vertrag den Rückstau regelt. Das kannst du mit uns als Versicherungsmakler für Emmendingen durchgehen.

Was dieser Artikel nicht beantwortet

Diese Seite lässt drei Dinge bewusst offen. Welcher Tarif zu dir passt, steht hier nicht — das ist Beratung. Wir lesen aus diesen Zahlen keinen Trend ab. Und für die drei Landkreise nennen wir keine Unwetterwerte, weil wir keine belegen können.

Quellen und Stand

  • Schäden und Versicherungsdichte: Datenservice zum Naturgefahrenreport 2026 des GDV, abgerufen am 09.10.2026.
  • Versicherungspflicht: Seite des GDV zur Elementarschadenversicherung in Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026.
  • Wohngebäude: Bestand an Wohngebäuden am 31.12.2024 vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg, Fassung vom 15.01.2026, abgerufen am 09.10.2026.
  • Warnschwellen und Niederschlag: Webseiten und Climate Data Center des DWD, abgerufen am 09.10.2026. Die Webseiten tragen kein Standdatum. Die Datei des Climate Data Center ist auf den 20.01.2026 datiert.
  • Hochwasserportal: Seiten des Landes zu Hochwassergefahrenkarten, Vorsorge für Bürger und Starkregen, abgerufen am 09.10.2026. Die Seiten tragen die Daten 07.04.2022, 09.08.2021 und 10.05.2022.
  • Leitfaden: Leitfaden der LUBW zum Starkregenrisikomanagement, Stand Dezember 2016, abgerufen am 09.10.2026.
  • Kreisseiten: Seiten der Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen und des Ortenaukreises, abgerufen am 09.10.2026. Die Seiten aus Breisgau-Hochschwarzwald tragen Freigabevermerke vom 30.04.2026, 19.05.2026 und 13.07.2026. Die Seiten aus Emmendingen und vom Ortenaukreis tragen kein Standdatum.
  • Starkregenkarten: Seiten und PDF-Dokumente der Stadt Freiburg, abgerufen am 07.10.2026. Die Webseiten tragen kein Standdatum. Die beiden PDF-Dokumente stammen laut Dateiangaben vom Mai 2025.
  • Gefährdungskarte: Starkregengefährdungskarte des GDV für Freiburg, abgerufen am 07.10.2026.
  • Vorsorgepflicht: Wasserhaushaltsgesetz in der amtlichen Fassung, abgerufen am 07.10.2026.

Der nächste Schritt

Zahlen zeigen, wie es im Land aussieht. Dein Haus bleibt trotzdem ein Einzelfall. Genau dort setzen wir an.

Du willst wissen, ob dein Vertrag zu deinem Haus passt? Buch dir ein Erstgespräch — kostenfrei und unverbindlich.

Fragen & Antworten

Häufige Fragen

Gibt es eine Starkregenkarte für meine Straße?

Laut Stadt Freiburg gibt es für ihr Stadtgebiet grundstücksscharfe Starkregengefahrenkarten. Für andere Orte frag bei deinem Landratsamt oder deiner Gemeinde, ob eine Karte vorliegt.

Wie teuer ist ein Elementarschaden im Schnitt?

Laut GDV lag der Schadendurchschnitt bei Elementarschäden an Wohngebäuden in Baden-Württemberg 2023 bei 5.998 Euro und 2024 bei 20.640 Euro. Ein einzelnes Jahr taugt deshalb nicht als Maßstab.

Wie verbreitet ist der Elementarschutz bei Wohngebäuden in Baden-Württemberg?

Der GDV schätzt die Versicherungsdichte beim Elementarschutz von Wohngebäuden für 2025 auf 94 Prozent in Baden-Württemberg und 59 Prozent bundesweit. Bezugsgröße sind laut GDV die Wohngebäude-Feuerverträge, nicht die Haushalte.

Inhalt
  1. Wie viele Wohngebäude es in der Region gibt
  2. Auf welchen Wegen Wasser ins Haus kommt
  3. Was Starkregen hier konkret heißt
  4. Was die Freiburger Starkregenkarten zeigen
  5. Wie oft es in Baden-Württemberg schadet
  6. Was für Freiburg gilt
  7. Wo du die Karten für deinen Ort findest
  8. Was die Zahlen für Wohngebäude und Hausrat bedeuten
  9. Was das Gesetz verlangt und was du tun kannst
  10. Was dieser Artikel nicht beantwortet
  11. Quellen und Stand
  12. Der nächste Schritt
Themenbereiche

88 Beiträge insgesamt

Weitere Artikel

Gleicher Themenbereich, neueste zuerst.